Redner Blog von Redner Dr. Jens Wegmann Nützliches für Redner und Veranstalter

Tod der U-Sitzordnung

Viele Tagungsveranstalter machen sich wenige oder keine Gedanken über die Sitzordnung. Jede Sitzordnung hat natürlich vor und Nachteile. Ich spreche hier aus der Sicht eines Redners. Da aber bei der Mehrheit der Tagungen ein Großteil in frontalen Vorträgen und Präsentationen abgehalten wird, ist diese Sicht keine besonders außergewöhnliche. Wenn jemand frontal die Menschen beeindrucken, begeistern, motivieren, etc möchte (und das erwarte ich eigentlich von allen Vortragenden), dann sind 2 Dinge wichtig:

1. Die Nähe des Redners zum Publikum

Wenn ich als Redner nach vor meinem Publikum bin, kann ich die Zuhörer emotional ansprechen. Die Athmosphäre ist dichter, ich blicke dem Einzelnen ins Gesicht und bekomme auch eine Rückkopplung darüber, in wie weit er mir folgt. Dabei gilt: je kleiner das Publikum, desto dichter muss ich dran sein.

2. Die Nähe der Zuhörer untereinander

Wenn die Menschen merken, wie die anderen Zuhörer um sie herum reagieren, verstärkt das die eigenen Empfindungen. Man fühlt sich mit seiner Reaktion auf der sicheren Seite und lässt sich schneller begeistern.

Diese beiden Vorraussetzungen erfüllt die U-Sitzodnung nicht. Der durchschnittliche Abstand zum Redner ist größer als bei anderen Sitzordnungen, es gibt nur maximal 2 Sitznachbarn, hinter mir ist niemand und mein Gegenüber ist weit weg. Insofern hat man es als Redner im U am schwersten. Ersparen Sie uns Redner das U! An die lieben Rednerkollegen: Nehmt Einfluß auf die Sitzordnung und erhöht den Erfolg eurer Worte.

Für mich gilt: die schönste Sitzordnung ist die Theaterbestuhlung (keine Tische, es schreibt ja eh keiner), dann die parlamentarische Bestuhlung (aber bitte so eng wie möglich) und dann kommt alles andere und dann das U.

 

Ein bewegender September

Als Redner ist man in den Monaten September und Oktober besonders viel gefragt, zumindest wenn man mit vertrieblichen Themen zu tun hat. Ich habe im September 2011 auf 9 Veranstaltungen gesprochen. Das kleinste Publikum lag bei 14 Zuhörern, das größte im September bei 350.  14 Zuhörer sind eigentlich eine Größe, bei der man keine großatigen Reaktionen erwarten darf, zumal wenn sie in einem Raum sitzen, der locker 100 Gäste vertragen würde. Aber irgendwie ist der Funke doch übergesprungen. Allerdings habe ich auch die Sitzordnung von einem U so geändert, dass sich alle mit Ihren Stühen in die Mitte des U gesetzt haben. Als Redner braucht man ein Publikum, dass möglichst dicht zusammensitzt, damit es zu einer lebendigen Einheit wird (Über die Nachteile der U-Sitzanordnung gibt es einen weiteren Artikel hier im Blog). Meine Reden haben mich im September nach Paderborn, Bad Neuenahr, 2 mal nach Düseldorf, Bitterfeld und Frankfurt geführt, 2 mal durfte ich mich in meiner Heimatstadt Köln vor das Mikrophon stellen. Im Dorint Hotel  Bad Neuenhar ist es immer wieder toll zu sprechen, der Saal ist großartig in dem Sinne, dass man den Fokus durch Licht und Verdunklung prima auf den Referenten legen kann. Alles in allem war ich mit dem September sehr zufrieden, lediglich bei einer Personalmanagertagung in Düsseldorf hat es nicht so gezündet, wie ich das gewohnt bin. Aber auch dar war der Raum in soweit schwierig, dass er sehr großzügig parlamentarisch bestuhlt war, was eine emotionale Interaktion der Zuhörer untereinander recht schwer macht. Aber warscheinlich lags es auch an mir, dass ich mich von der kühlen Athmosphäre etwas habe anstecken lassen. Nun ja, es gibt nicht nur glorreichte Tage.

9. serview Kongress

Gestern bin ich als Gastredner beim 9. Serview Kongress für die Fa. Frontrange aufgetreten. Als Kooperationspartner hatte Frontrange die Ideee, vom üblichen Prozedere abzuweichen und in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster nicht die eigenen Produkte vorzustellen, die eh schon jeder kennt, sondern das Thema “Cloud Computing” oder “SAAS” (Software as a Service) kabarettistisch zu beleuchten. Anfangs füllte sich der Saal nur schwer, da 3 Paralellvortäge stattfanden. Aber nach und nach wurden die Gäste aus dem Foyer durch das Lachen angelockt, sodass am Ende fast alle Plätze belegt waren. Die Technik war erstklassig – das macht einem Redner das Leben leichter. Natürlich bin ich im Nachhinein sehr auf die Auswertung der Feedbackbögen durch die Zuschauer gespannt. Für Frontrange scheint es auf jedenFall gelohnt zu haben: Als ich ging war am Stand des Unternehmens eine kleine Menschentraube zu sehen, die sich angeregt über meinen Vortrag unterhielten.

Wichtige Weisheit für Redner

Beherzen Sie bitte immer einen guten Ratschlag für Redner von Mark Twain:

“Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende, beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.”

Wie komme ich als Redner an Ideen für unterhaltsame Nebensächlichkeiten?

Um die Rede etwas aufzulockern, ist es schön unterhaltsame Zitate, Fakten, etc. parat zu haben, die das Thema streifen oder das ein oder andere Statement unterstreichen. Für Zitate findet man viele Quellen im Internet, z.B. www.zitate.de , wo ich gerade auf folgendes Zitat gestoßen bin: “Erfolg bedeutet, mehr Geld zu verdienen, um die Steuern zu bezahlen, die man nicht bezahlen müßte, wenn man nicht soviel Geld verdiente.” Gerade durchforste ich auch die beiden Bücher aus dem Heyne Verlag: Neon-Unnützes Wissen I+II, in denen man viele interessante Fakten findet, die man evtl. mal in eine Rede einbauen kann. Ansonten sind Sie prima für den Smaltalk geeignet. Natürlich ist es für einen professionellen Redner lohnender, sich mit solchen Quellen zu beschäftigen. Für einen einzelnen Vortrag mag es sehr mühevoll erscheinen, doch Spaß macht es allemal. Und wenn es Ihre Rede aufpeppt – um so schöner! Hier ein paar unnütze Fakten aus den beiden Büchern:

“Der Gründer der Obi-Kette hatte das Geschäftsmodell drei Franzonsen abgekauft. Die Franzosen wollten den Markt ‘hobby’ nennen, konnten das H aber nicht aussprechen.”

“Die erste E-mail wurde 1971 verschickt”

“Humphrey Bogards letzte Worte waren: Ich hätte nicht vom Scotch zu den Martinis wechseln sollen”.

Viel Spaß beim Recherchieren!

Wieso ausgerechnet ein Comedy-Redner?

Nachdem in den letzten Jahren zahlreiche Extremsportler, Wirtschaftswunder, Marketingexpeten oder Persönlichkeiten aus Politik, Funk- und Fernsehen dazu beigetragen haben, aus Ihrer Veranstaltung einen Erfolg zu machen, ist es auch in diesem Jahr wieder an Ihnen, jemanden zu suchen, der frischen Wind bringt und aus Ihrem trockenen, vollgepackten Programm einen Tag macht, der trotzdem in positiver Erinnerung der Gäste bleibt. Wen buchen, wenn es jemand sein soll, der  unterhaltsam und trotzdem niveauvoll ist sowie selbstverständlich thematisch zum Unternehmen bzw. zur Branche passt. Keine leichte Aufgabe, denken Sie? Falsch! Mit Comedy-Redner Dr. Jens Wegmann decken Sie sowohl den Auflockerungsfaktor als auch den thematischen Bezug ab.  Bei näherem Interesse erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot, angepasst an Ihre Veranstaltung. Nachdem Sie sich dann dazu entschlossen haben, unseren Referenten für Ihren Termin fest buchen zu wollen, gehen wir mit Ihnen in die Vorbereitung. Neben einigen organisatorischen sowie technischen Details, wird in einem telefonischen Briefing mit dem Autor der Rede, noch einmal ausführlich über Ihre Veranstaltung, Ihr Unternehmen, die Branche, eventuelle Konkurrenz sowie bekannte Mitarbeiter gesprochen. Anhand dieser erfahrenen Informationen wird dann im Anschluss ein Manuskript, speziell angepasst an Ihren Anlass bzw. an Ihr Unternehmen, erstellt. Die daraus stammenden Worte, kombiniert mit einer PowerPoint-Präsentation und der unverwechselbaren und überzeugenden Art des Referenten, liefern DAS Highlight für Ihre Veranstaltung und die Garantie, als unvergessliches Erlebnis in den Köpfen der Teilnehmer haften zu bleiben.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Anika Delhasse

Good Vibrations Theater GmbH

Tel.: 0221 – 93 67 97 34
Fax: 0221 – 93 67 97 36
E-Mail: delhasse@mail-gvt.de
www.comedy-redner.de

Start in die Rede

Wenn es nicht gerade eine Trauerrede ist, sollte man jede, ich wiederhole jede Rede mit einem Satz anfangen, der die Zuhörer zum Lachen oder Schmunzeln bringt. Das nimmt den Druck von Redner und Publikum und zeigt beiden, dass eine Rede nichts Schlimmes ist, das es zu ertragen gilt. Doch was bringt die Menschen zum Schmunzeln oder Lachen? Als Laie dürfen Sie gerne bei anderen Rednern schauen, wie die ihr Publikum am Anfang auflockern. Schön ist immer ein Bezug zur Veranstaltung und/oder zu Ihrer Person. Wenn Sie dabei auch eine gewisse Selbstironie an den Tag legen, macht Sie das gleich symphatisch.

Beispiele:

“Man wollte für diese Veranstaltung einen gewichtigen Redner und da ich fast 1oo Kilo auf die Waage bringe, ist es nun an mir Sie …”

“Diese Veranstaltung verdient den kompetentesten, eloquentesten und mitreißensten Redner. Da der aber heute nicht verfügbar ist hat man mich gebeten, das Wort an Sie zu richten…”

“Eine Sprichwort sagt: Man kann über alles reden, nur nicht länger als 20 Minuten. Ich muss jetzt daher sehr schnell sprechen, sodass mein Manuskript in diese 20 Minuten passt.”

“Festredner sind Menschen, die im Schlaf anderer Leute reden. Na dann: Gute Nacht!”

“Hier in diesem wirklich renomierten Unternehmen reden zu dürfen, wird meinem Image bestimmt nützen. Hoffentlich wird es Ihrem Image nicht zu sehr schaden.”

“Chamberlain erzählt gerne folgende Geschichte: Er ist Ehrengast auf einem Bankett des Bürgermeisters. Als der Kaffee serviert wird, nimmt der Bürgermeister den Premierminister zur Seite und flüstert ihm ins Ohr: Wollen Sie, dass die Leute sich weiter amüsieren, oder wollen Sie jetzt Ihre Rede halten? - Also meine Damen und Herren, wie Sie sehen hat das Amüsement jetzt ein Ende.”

Ihr Einstieg in die Rede muss kein Mega-Brüller sein, ein kleiner Schmunzler reicht aus, um den Zuhörern Ihrer Rede die Angst zu nehmen. Probieren Sie es aus, ich freue mich auf Ihr Feedback.

Na jetzt geht es endlich los!

Willkommen, Bienvenue, Welcome,

jetzt geht es endlich los: Mein Blog ist installiert und bald werden Sie hier aus dem Leben eines professionellen Redners lesen. Das soll unterhaltsam aber auch lehrreich sein, denn die Erfahrungen, die ich mache, können Ihnen bei eigenen Reden sowie Veranstaltungen helfen.

Jetzt kümmer ich mich noch um das Blog-Design und dann geht es richtig los!

   

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